VITAMINPROFIL

Leistung der gesetzlichen
Krankenversicherungen

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Bestimmung einzelner Vitamine nur beim Verdacht auf eine Vitaminmangelerkrankung.

Empfohlene Individuelle
Gesundheits-Leistungen (IGeL)

Die Vitamine A, B6, B12, D und E werden apparativ mit modernsten biochemischen Analyseverfahren
gemessen.

Stressgeplagte, Extremsportler oder Allergiker kennen das Problem: Nicht immer gelingt es, die Mahlzeiten ausgewogen und vitaminreich genug zu gestalten. Und: „Hand aufs Herz!“ Wie steht es mit täglichem Alkohol-, Koffein- und Nikotinkonsum? Auch lange Bildschirmarbeit schlägt in der Vitaminbilanz negativ zu Buche. Infektanfälligkeit, Antriebsschwäche, Haarausfall, Knochenschwund, Nervenerkrankungen oder chronische Müdigkeit? Ein Vitaminprofil kann Aufschluss geben, wo es mangelt.

Kleine Vitaminlehre

  • Vitamin A ist von großer Bedeutung für das Wachstum und die Stärkung der Knochen, die Sehkraft und die Fruchtbarkeit. Es fördert die Haut- und Schleimhautfunktionen, erhöht die Infektionsabwehr und ist ein wesentlicher Bestandteil der Sehpigmente. Leber, Milch, Fett, Eidotter sowie grünes Gemüse und Karotten enthalten viel Vitamin A.

  • Vitamin B6 ist an vielen Stoffwechselprozessen in unserem Körper beteiligt – insbesondere am Stoffwechsel von Gehirn und zentralem Nervensystem. Die Vitamin B6-Konzentration im Blut gibt auch Auskunft darüber, ob Patienten von Gefäßerkrankungen bedroht sind. Denn der Mangel an Vitamin B6 führt zu Ablagerungen an den Innenwänden der Arterien. Mehr Vitamin B6 als üblich benötigen Schwangere, Menschen, die sich besonders proteinreich ernähren (z. B. Leistungssportler), Frauen, die mit der Pille verhüten oder Patienten,
    die Antibiotika einnehmen oder an entzündlichen Darmerkrankungen, gestörter Nierenfunktion oder Rheuma leiden. Alkoholismus sowie bestimmte Tumorerkrankungen führen ebenfalls zu einem erhöhten Vitamin B6-Bedarf. Da der Körper Vitamin B6 nur kurz speichert, kann es relativ schnell zu Mangelerscheinungen wie Muskelschwund, Hautveränderungen, Störungen des Nervensystems und Beeinträchtigung des Eiweißstoffwechsels kommen. Gute Vitamin B6-Quellen sind Hefe, Leber und Vollkorngetreide.

  • Vitamin B 12 spielt vor allem für das Nervensystem, bei der Blutbildung und bei der Regeneration der Schleimhäute eine wichtige Rolle. Deshalb werden hier oft die ersten Mangelerscheinungen wie Gefühlsstörungen, Blutarmut oder eine
    empfindliche Zunge beobachtet. Vitamin B12-Mangel löst in 75 % der Fälle psychische Störungen aus – und das auch schon bei einem sehr geringen Mangel. Vegetarier, alte Menschen, Menschen mit Erkrankung des Magendarmtraktes sowie Patienten, die bestimmte Medikamente regelmäßig einnehmen müssen, sind besonders häufig betroffen. Oft hilft eine Nahrungsumstellung oder eine Behandlung mit geeigneten Vitaminpräparaten.
    Leber, Fleisch, Fisch, Milch, Käse und Eier sind gute Vitamin B12-Lieferanten.

  • Vitamin D 3 ist für den Knochenstoffwechsel entscheidend. Nur mit Hilfe dieses
    Vitamins ist es möglich, Calcium in die Knochensubstanz einzulagern. In der jüngeren Zeit gibt es zahlreiche Forschungsergebnisse, die dem Vitamin D 3 eine zentrale Aufgabe für den allgemeinen Gesundheitszustand zuschreiben: Es beeinflusst das Immunsystem positiv, fördert die Zelldifferenzierung, stimuliert den Hormonhaushalt und die Muskulatur. Auch bei Sonnenbestrahlung bildet die Haut Vitamin D, das von dort an die Orte des Bedarfs transportiert wird. Wenig Tageslicht (z. B. bei Nachtarbeit) führt zu einem Mangel an Vitamin D3. Während des Wachstums, der Schwangerschaft und der Stillzeit sind der Calcium- und Vitamin D-Bedarf deutlich erhöht. Viramin D 3-Mangel ist ein Risikofaktor für Fertilitätsprobleme und führt zu einer erhöhten Frühgeburtenrate sowie Fehlentwicklungen beim ungeborenen Kind. Auch für ältere Menschen ist es im Rahmen der Osteoporose-Vorbeugung wichtig, den Vitamin D-Spiegel zu kennen und eventuell durch Tabletten auszugleichen. Bei Karzinompatienten kann ebenso ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin D 3-Mangel bestehen. Nur wenige Nahrungsmittel enthalten Vitamin D: z. B. Lebertran und Dorschleberöl, Hering, Lachs, Sardine und Hühnerei.

  • Vitamin E besteht aus acht verschiedenen Vitaminen, die wichtige Aufgaben als Fänger so genannter freier Radikale haben. So soll Vitamin E vor Herzinfarkten, Krebs und anderen Erkrankungen schützen und den natürlichen Alterungsprozess verlangsamen. Vitamin E-Mangel führt zu trockener, faltiger Haut, Konzentrationsstörungen, Leistungsschwäche, Müdigkeit und Reizbarkeit. Auch bei der Vorbeugung von Gefäßerkrankungen wird dem Vitamin eine positive Wirkung zugeschrieben. Vitamin E kommt in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vor. Besonders wertvolle Vitamin E-Lieferanten sind Pflanzenöle, Getreide und Nüsse.