OXIDATIVER STRESS

Leistung der gesetzlichen
Krankenversicherungen

Die Untersuchung der oxidativenBelastung und der antioxidativen Kapazität sind keine Kassenleistung.

Empfohlene Individuelle
Gesundheits-Leistungen (IGeL)

Die Vitaminanalytik erfolgt apparativ mit modernsten biochemischen Analyseverfahren. Die oxidative Belastung und die antioxidative Kapazität werden mit hochspezifischen immunologischen Verfahren bestimmt.

Unser Körper produziert permanent so genannte „freie Radikale“ als natürliche Stoffwechselprodukte der Atmung. Diese „aggressiven“ Moleküle können dem Immunsystem beim Kampf gegen eindringende Krankmacher helfen. Für viele andere Körperzellen sind sie jedoch giftig und daher ein wesentlicher Grund für die Zellalterung. Wenn wir zu

  • wenig schlafen,
  • zu viel arbeiten,
  • zwischendurch in Hektik Fastfood hinunterschlingen,
  • rauchen,
  • Medikamente einnehmen
  • und uns abends häufig ein Glas zu viel gönnen,

kann das zu einer unkontrollierten Produktion freier Radikaler führen. Die Selbstregulation durch den Körper ist gestört. Übersteigt die Bildung freier Radikaler eine gesunde Konzentration, spricht man von „oxidativem Stress“. Schießen die „freien Radikalen“ über ihr Ziel hinaus, lässt sich dies im Blut durch Messung der oxidativen Belastung nachweisen.

Ursachen und Folgen des oxidativen Stress

Neben einer ungesunden Lebensführung lösen auch Luftverschmutzung, die Konfrontation mit krebserregenden Substanzen oder eine hohe Schwermetallbelastung sowie chronische Entzündungen oxidativen Stress aus. Die Aktionen der freien Radikalen „verbrennen“ Zellstrukturen und beschleunigen so den Alterungsprozess. Außerdem können sie das Erbgut schädigen. Unterschiedliche Erkrankungen werden mit oxidativem Stress in Verbindung gebracht: Arteriosklerose, Herzerkrankungen, Krebs, Parkinson, Alzheimer, multiple Sklerose, Rheuma, Asthma, grauer Star und Diabetes – die Zerstörung der Zellmembran durch freie Radikale begünstigt die Entstehung dieser schweren Leiden.

Was können Sie zur Vorsorge tun?

Ausreichend Vitamine und Spurenelemente – im Fachjargon „Antioxidantien“– schützen vor den freien Sauerstoffradikalen. Besonders die Vitamine C und E und Carotinoide sind wirkungsvolle Radikalfänger. Wer viel Obst und Gemüse verzehrt, hat also schon den ersten Schritt zur Vorbeugung getan. Unter außergewöhnlichen Belastungen – z. B. bei Jugendlichen im Wachstum, bei Schwangeren, bei Leistungssportlern oder Menschen in extremen Stressphasen – ist der Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen besonders groß.

Die antioxidative Kapazität des Blutes

Vitamine stellen also die antioxidative Versorgung sicher. Zieht man die Summe aller körpereigenen Schutzsysteme in Betracht – so spricht man von antioxidativer Kapazität des Blutes. Zur Entwicklung eines persönlichen Anti-Aging-Programms, sollten Sie also nicht nur Ihre oxidative Belastung definieren, sondern auch die Werte der Vitamine C und E und die antioxidative Kapazität bestimmen lassen. Denn Vitamin E – ein Sammelbegriff für acht verwandte Vitamine – beschützt die lebenswichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren vor den freien Radikalen, und Vitamin C beeinflusst entscheidend den Energiehaushalt und viele Enzyme des Körpers.

Für wen ist der Test sinnvoll?

Für die Bestimmung von oxidativer Belastung und/oder antioxidativer Kapazitätgibt es kein Mindestalter. Jugendlichen, Schwangeren oder Leistungssportlern kann der Test Hinweise für eine gezielte Ernährungsergänzung bieten. Wenn Sie Ihr persönliches Anti-Aging-Programm planen, ist eine Standortbestimmung im Alterungsprozess sinnvoll, um gezielt die Ernährung umzustellen oder bei Bedarf Vitaminersatzpräparate einzunehmen.

Oxidativer Stress_Igel