GEBÄRMUTTERHALSKREBS

Leistung der gesetzlichen
Krankenversicherungen

Zytologische Untersuchung (Pap-Abstrich)

Der HPV-Test als Vorsorgeuntersuchung ist keine GKV-Leistung. Gesetzliche Kassen übernehmen diese Kosten nur bei begründetem Krankheitsverdacht.

Empfohlene Individuelle
Gesundheits-Leistungen (IGeL)

Ab dem 20. Lebensjahr einmal jährlich ein HPV-Test

Gebärmutterhalskrebs_IgelGebärmutterhalskrebs ist in Deutschland im Vergleich zum Brustkrebs oder Darmkrebs eine seltene Erkrankung. Jährlich erkranken ca. 6.600 Frauen, knapp 2.000 Fälle verlaufen tödlich. Zum Vergleich: Weltweit ist der Gebärmutterhalskrebs die zweithäufgste Krebserkrankung bei Frauen.
Löst diese vergleichsweise „gute Quote“ eine „Vorsorgemüdigkeit“ aus? Die Anzahl der Frauen, die sich jährlich beim Frauenarzt untersuchen lassen, geht kontinuierlich zurück. Dabei helfen frühzeitig erkannte Veränderungen an der Gebärmutter, die oft Vorstufen einer Krebserkrankung sein können, effektive Therapien einzuleiten. In den meisten Fällen kommt es zu einer vollständigen Genesung. Da der Gebärmutterhalskrebs im frühen Stadium keine Symptome verursacht, ist die Teilnahme an der jährlichen Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt besonders wichtig.

Wie entsteht Gebärmutterhalskrebs?

Hauptverursacher von Gebärmutterhalskrebs sind verschiedene Typen
des menschlichen Papillomavirus (HPV), die sexuell übertragen werden.
Viele Menschen sind Träger dieser Viren, ohne sich darüber im Klaren zu
sein. Das Immunsystem der meisten Frauen bekämpft die Viren, von denen
es 200 bekannte Typen gibt, innerhalb von zwölf bis 18 Monaten erfolgreich.
Bei einer geringen Zahl der infizierten Frauen überleben jedoch so genannte
Hochrisiko-Typen des Virus. Sie können nach Jahren zu einer Entartung
von Zellen der Gebärmutterschleimhaut führen.

Was kann „Frau“ zur Vorsorge tun?

Ab dem 20. Lebensjahr sollte jede Frau regelmäßig zur Krebsvorsorge gehen. Nach dem aktuellen Stand der Forschung ist die wirksamste Methode zur Erkennung früher Anzeichen von Gebärmutterhalskrebs ein Pap-Abstrich in Kombination mit einem HPV-Test. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die jährliche Vorsorgeuntersuchung, bei der die Portio (Abschnitt des Gebärmutterhalses in der Scheide) angesehen, abgetastet und ein Abstrich von Zellen der Gebärmutterhals-Schleimhaut (Pap-Abstrich) entnommen wird. Durch diese Untersuchungen werden jedoch nur etwa 50 % aller Krebsvorstufen erkannt. Ein Test auf HPV trägt dazu bei, das Risiko frühzeitig besser zu erkennen und eine Erkrankung zu vermeiden.

Der HPV-Test

Der HPV-Test fällt unter die Individuellen Gesundheitsleistungen. Mit diesem Test lässt sich in den Zellen der Gebärmutterschleimhaut zuverlässig die eigentliche Ursache des Gebärmutterhalskrebses nachweisen – die DNA (die Erbsubstanz) bestimmter Typen der humanen Papillomaviren (HPV). Frauenärzte können mit Hilfe des Tests gefährdete Frauen identifizieren, sie genauer beobachten und gegebenenfalls rechtzeitig behandeln.