Probentransport - Wie kommen die Proben zu uns - Was ist zu beachten

Fahrdienst

Der Probentransport kann täglich, nur an bestimmten Wochentagen oder nur nach telefonischer Anforderung durch unseren Fahrdienst erfolgen.

Postversand

Alternativ können Sie uns Untersuchungsproben mit der Post zustellen. Hierfür stellen wir Ihnen Versandtaschen und Versandröhrchen mit Filterpapiereinsätzen kostenfrei zur Verfügung. Bei Postversand beachten Sie bitte, dass Proben für Untersuchungen an lebenden Zellen (z.B. Immunstatus, HLA-Typisierung, basophiler Degranulationstest) nicht über das Wochenende versandt werden können. Einige Parameter können nur aus frischem Material bestimmt werden und sind daher nicht für den Postversand geeignet. Hier finden Sie unter Analysen A - Z hinter dem Parameter einen entsprechenden Hinweis.

Transportvorschriften

Da es sich nach internationalen Vereinbarungen bei Laborproben um Gefahrengüter der Klasse 6.2 handelt, unterliegen diese rechtsgültigen Beförderungs- und Kennzeichnungsvorschriften (UN 2814, UN 3373, freigestellte medizinische Proben), aus denen spezifische Verpackungsvorschriften (p620, p650 und p650 light) resultieren. Maßgebend für die entsprechende Beförderungsvorschrift ist die Einteilung von Bakterien, Viren und anderen Erregern in Risikogruppen. Hochgefährliche Mikroorganismen der Risikogruppe 4 (z.B. Ebola, Lassa-Viren etc.) und als Kultur verschickte Erreger der Risikogruppe 3 (z.B. M. tuberculosis, B. anthracis) gelten als Risikokategorie A und unterliegen der Beförderungsvorschrift UN 2814 und der Verpackungsvorschrift p620. Proben, in denen sich Mikroorganismen der Kategorie 3 (z.B. HIV, Hepatitis B-Viren) oder 2 (z.B. Hepatitis A-, Masern- und Mumpsviren) befinden, gelten als Risikogruppe B und unterliegen der Beförderungsvorschrift UN 3373 und der Verpackungsvorschrift p650.

Alle Laborproben mit einer minimalen Wahrscheinlichkeit Krankheitserreger zu enthalten, also die "normale Laborprobe" aus der täglichen Routine (z.B. Schwangerschaftstests, Hormone, Tumormnarker, Urinstatus etc.) werden von den oben genannten Vorschriften freigestellt und können, wenn als "Freigestellte Medizinische Probe" gekennzeichnet, nach der Verpackungsvorschrift p650 light befördert werden.

Praktisch hat das folgende Auswirkungen:

  • Bitte benutzen Sie für den Transport durch unseren Fahrdienst und besonders im Postversand nur die von uns zur Verfügung gestellten Röhrchen und Gefäße.
    Bei begründetem Verdacht auf eine Infektion mit Erregern der Kategorie A wenden Sie sich vor dem Transport an uns, damit wir den ordnungsgemäßen Transport in ein Speziallabor organisieren können.
  • Beim Postversand von Erregern der Kategorie B wenden Sie sich bitte ebenfalls an uns, damit wir Ihnen die passenden Transportmaterialien zur Verfügung stellen können.
  • Für den Transport tiefgefrorener Proben stellen wir Kühlboxen zur Verfügung, in denen die Proben bei -12 bis -18 Grad Celsius transportiert werden. Diese Boxen können bei Bedarf im Labor angefordert werden.